Die Krebsliga fordert SF 1 auf, eine Spendengala für Krebsopfer zu realisieren. Zusammen mit der Stiftung Krebsforschung Schweiz hat sie dazu eine Petition lanciert. Das Schweizer Fernsehen müsse dem Thema Krebs endlich eine Plattform verschaffen, die der Aktualität angemessen sei, forderte sie am Freitag in einer Mitteilung. Eine Krebsgala nach dem Vorbild Deutschlands würde nicht nur für Spenden sorgen, sondern auch das Bewusstsein für die Krankheit Krebs stärken.
Das Schweizer Fernsehen indessen denkt nicht daran, auf die Forderung der Krebsliga einzugehen. "Wir erhalten enorm viele Anfragen von Organisationen, die eine Spendengala austragen möchten", erklärte dazu David Affentranger, Sprecher des Schweizer Fernsehens SF. Es könne kein Anliegen bevorzugt behandelt werden. Nur in Ausnahmefällen wie humanitären Katastrophen mache SF Ausnahmen, arbeite dann aber mit der ZEWO-zertifizierten Glückskette zusammen.
Mit der Petition reagiert die Krebsliga auf Kritik an ihrer Beteiligung an den Produktionskosten einer Spendengala, die von PresseTV bislang als Sondersendung der "Gesundheit Sprechstunde" auf SF 2 ausgestrahlt wurde. Der "Kassensturz" hatte der Krebsliga vorgeworfen, für die Show Spendengelder einzusetzen.
Solange SF 1 keine eigene Krebsgala produzieren, sei die Krebsliga gezwungen, weiterhin auf ein privates Sendegefäss auszuweichen und sich an den Produktionskosten zu beteiligen. "Wir sind auf die Spendengala angewiesen und werden sie in jeden Fall wieder durchführen", sagte Bruno Meili, Geschäftsleiter der Krebsliga auf Anfrage. (sda)