Kriegserklärung an die Adresse der Verleger?

Google - Google schaltet auf US-News-Portal Werbung.

Jetzt dürfte Google bei so manchem Verleger das Fass zum überlaufen bringen. In den USA beginnt der Internetkonzern mit dem Schalten von Werbung auf seinem News-Portal. Die Suchmaschine sammelt nicht mehr nur die Nachrichten von unzähligen Verlags-Sites, sondern verdient mit den kostenlos aggregierten Meldungen auch noch Geld.

Bereits im vergangenen November begann Google mit den ersten Tests. Nun äussert sich Google in diesen Tagen offiziell: "Wenn Sie in den USA leben, werden sie ab heute eine kleine Veränderung bei der Google News-Suche erleben." Wie bei der normalen Web-Suche, erscheinen jetzt auch in der Ergebnisliste des Nachrichten-Aggregators am rechten Seitenrand Kästen mit Text-Anzeigen.

Die Neuigkeit dürfte die Verleger weltweit aufhorchen lassen, denn das Nachrichten-Angebot der Suchmaschine ist ihnen so oder so schon ein Dorn im Auge ("persoenlich.com" berichtete gelegentlich über das Thema, News1, Google fürchtet keinen Rechtsstreit.).

In der Vergangenheit haben sich schon etliche Medienhäuser gegen Google gewehrt. In Belgien klagte die Zeitungsorganisation Copiepresse ("Le Soir", "Grenzecho" und andere) gegen das Web-Unternehmen und erreichte, dass Google die Inhalte ihrer Mitglieder nicht mehr verlinken darf. Die Nachrichten Agenturen AFP, AP, Canadian Press und Press Association bekommen von der Suchmaschine seit September 2007 sogar Geld für ihren Content.