Die Wirtschaftskrise schlägt sich in der US-amerikanischen Medienbranche hart durch. Seit des Zusammenbruchs von Lehman Brothers vor ziemlich genau einem Jahr sind in der US-amerikanischen Journalismusbranche dreimal mehr Jobs verloren gegangen als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Insgesamt gingen in den USA zwischen September 2008 und August 2009 monatlich acht Prozent an Arbeitsplätzen verloren. Im selben Zeitraum wurden jedoch im Monatsdurchschnitt 22 Prozent der Journalistenstellen gestrichen.
In ganzen Zahlen verloren seit September des Vorjahres mehr als 35.000 US-Journalisten ihren Job. Diese Zahlen wurden kürzlich von der Allianz UNITY veröffentlicht, die sich in den USA für Journalisten schwarzer Hautfarbe sowie asiatischer, hispanischer und indianischer Herkunft einsetzt. "Während der Printsektor durchwegs in höherem Ausmaß betroffen ist, haben sich die Jobstreichungen im Rundfunkbereich im vierten Quartal 2008 dramatisch erhöht", schreiben die Autoren der Studie.
Negative Spitzenreiter bei den Kündigungen waren die Medienkonzerne Gannett und McClatchy mit insgesamt 6.629 bzw. 5.368 abgebauten Journalistenstellen. Die Krise zwang auch Hearst (1.580), die New York Times (1.361) sowie die Fernsehnetzwerke NBC (714) und CBS (423) zu beträchtlichen personellen Aderlässen. Die Daten aus dem Report zeigen, dass die Spitzenwerte vor allem während Geschäftsberichtsperioden erzielt wurden. Onica N. Makwakwa, Executive Director von UNITY, sagt in einer Aussendung: "Diese Zahlen bestätigen, dass der wirtschaftliche Abschwung die Branche sehr hart getroffen hat. Während sich die Branche eine neue Zukunft formt und die Unternehmen gegen den finanziellen Sturm ankämpfen, ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass es hier auch um Menschen geht."

