Der Bundesrat erlaubt der SRG zwei neue Digitalradio-Programme. Keine Freude daran zeigte das Medien-Forum. Damit sei bewiesen, dass die SRG nach wie vor über fürstliche Mittel verfüge, heisst es in einer Mitteilung. Sie sei nicht gewillt, die Aktivitäten auf den Service public zu konzentrieren. Die SRG verfolge eine Expansionsstrategie, die privaten Anbietern offensichtlich keinen Spielraum gewähren solle.
Kritisch äusserte sich am Mittwoch auch der Verband Schweizer Privatradios (VSP). Die neuen DRS-Programme würden nun nicht -- wie bisher angenommen -- zusammen mit den Privatradios auf dem neuen DAB+-Netz gesendet, sagte Präsident Jürg Bachmann auf Anfrage. Dies lasse ein gemeinsames Marketing für die neue Technologie nicht mehr zu, müsse doch ein Hörer, um Programme über DAB+ zu empfangen, ein neues Radiogerät anschaffen. Damit verschlechtere sich die Ausgangslage für die privaten Sender. (sda)