Kritik an Olympia-Auftrag

Infront Ringier - SVP sorgt sich um journalistische Unabhängigkeit.

Laut SonntagsZeitung wird die Swiss Olympic von mehreren SVP-Nationalräten angeschossen, da die Organisation bei der Olympia-Bewerbung mit Infront Ringier den grössten Schweizer Medien- und Unterhaltungskonzern mit ins Boot geholt hat. SVP-Nationalräte wie Felix Müri finden es heikel, dass mit dem Einsatz öffentlicher Gelder die journalistische Unabhängigkeit gefährdet wird. Der Ringier-Konzern wehrt sich mit dem Verweis auf den hauseigenen Code of Conduct. Dieser stelle die Unabhängigkeit der Ringier-Redaktionen sicher, heisst es weiter. Die Olympia-Bewerbung soll 36 Millionen Franken kosten, die zu zwei Dritteln vom Steuerzahler finanziert werden müssten. Für die restlichen 12 Millionen suche Infront Ringier im Auftrag von Swiss Olympic Sponsoren. Gleichzeitig trete die Agentur als Berater von Swiss Olympic auf. Und die Agentur habe sich per Vorvertrag für den lukrativen Fall gerüstet, dass die Schweiz den Zuschlag für die Winterspiele 2022 erhielte. (pd)