Kritik vom Schaffhauser Regierungsrat

Radio Top - Abbau an Journalistenstellen könne in keinem Fall hingenommen werden.

Der Schaffhauser Regierungsrat kritisiert die von Radio Top beantragte Konzessionsänderung. Er verlangt, dem Gesuch nur zuzustimmen, wenn für die Berichterstattung aus dem Kanton Schaffhausen mindestens gleich viele Journalistenstellen wie bisher eingesetzt werden, wie er am Dienstag mitteilte.

Die bestehende Konzession verpflichtet Radio Top, in den Kantonen Zürich/Schaffhausen, Thurgau sowie St. Gallen je ein in der entsprechenden Region produziertes, tägliches Programmfenster auszustrahlen.

Mit der Konzessionsänderung, die aus finanziellen Gründen erfolgt (persoenlich.com berichtete), soll die bisherige Verpflichtung für die Ausstrahlung von Programmfenstern gestrichen werden. Die Lokalinformationen sollen künftig im Gesamtprogramm verbreitet werden.

Regierung kritisiert Abbau der journalistischen Kapazität 
Die Schaffhauser Regierung kritisiert in ihrer Vernehmlassung an das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) den damit einhergehenden Abbau von journalistischer Kapazität, wie es in der Mitteilung heisst. Ein Verzicht auf die Programmfenster führe zu einer weiteren Reduktion der regionalen Berichterstattung. Ein Abbau von für den Kanton zuständigen Journalistenstellen könne in keinem Fall hingenommen werden.

Die Radio Top AG wies Ende 2012 einen Jahresverlust von knapp 753'000 Franken aus und rechnet auch für 2013 mit einem erheblichen Jahresverlust, so dass der Bilanzverlust 5 Millionen Franken übersteigen dürfte. Laut Radio Top ist mit den jetzigen Konzessionsbedingungen ein kostendeckender Betrieb nicht möglich. (sda)