"Kritiker verstehen Geschäftsmodell nicht"

Arianna Huffington - Chefredaktorin der "Huffington Post" im Interview mit deutschem "Handelsblatt".

Arianna Huffington, die Gründerin der "Huffington Post", sprach in einem Interview mit dem deutschen "Handelsblatt" über die Lancierung der Zeitung als Online-Version (persoenlich.com berichtete). Der Termin für den Startschuss ist "nicht zufällig" vor der Bundestagswahl gesetzt, wie Huffington in dem Gespräch verlauten lässt: "Wir führen unsere Website gerne zu wichtigen Anlässen in Märkte ein. Das gibt uns eine besondere Schwungkraft", zitiert das Online-Portal Horizont.net die Chefredaktorin.

Die Online-Zeitung besteht zu einem Grossteil aus "Beiträgen unbezahlter Blogger“ sowie aus "verlinkten Artikeln". Die Kritiken, die wegen dieser Finanzierungsart laut wurden, weist Huffington von sich und meint, dass die Kritiker das Geschäftsmodell nicht richtig verstünden. Bisher seien keine Reklamationen bezüglich geklautem Inhalt eingegangen. Im Gegenteil ist die Unternehmerin überzeugt, dass dadurch für die Urheber der Artikel mehr Klicks generiert würden. Auf eine korrekte Quellenangabe werde zudem grosser Wert gelegt.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages, hatte kürzlich genanntes Geschäftsmodell in Frage gestellt und es als "Anti-Geschäftsmodell für Journalisten" tituliert. Huffington ist sich hingegen sicher, dass "klassische Printmedien eine Zukunft haben", sie selber würde den Schritt ins Printgeschäft allerdings nie wagen. (lf)