Kulturjournalist Karl Löbl gestorben

ORF - Seine Instant-Kritiken in Premieren der Wiener Staatsoper waren legendär.

Der bekannte österreichische Kulturjournalist Karl Löbl ist am 27. Januar im Alter von 83 Jahren seinem Krebsleiden erlegen. Geboren 1930 in Wien, begann Löbl als Musikkritiker bei der "Weltpresse", wechselte als Kulturchef zu "Bild-Telegraf" und "Express" und schliesslich zum "Kurier", wo er 1975 die Chefredaktion übernahm.

1980 bis 1995 war er Kulturchef des Österreichischen Rundfunks ORF, wie die NZZ am Donnerstag schreibt. Legendär geworden sind seine Instant-Kritiken in den Premieren der Wiener Staatsoper, die er noch während des Schlussbeifalls live vom Balkon aus abgab. In den letzten Jahren beschäftigte er sich als freier Autor. Im Wiener Seifert-Verlag erschien von ihm 2013 das Buch "Der Balkonlöwe". (nzz)