CH-Media-Kriegsreporter Kurt Pelda schildert in einem am Mittwoch erschienenen Interview die zunehmenden Gefahren für Journalisten im Ukraine-Konflikt. Er beschreibt, wie sich die Sicherheitslage verschärft hat, insbesondere durch den Einsatz von Drohnen, die sowohl zur Aufklärung als auch für gezielte Angriffe genutzt werden.
Pelda berichtet von einem Vorfall, bei dem er nur knapp einem Artillerieangriff entkam, nachdem er von einer russischen Aufklärungsdrohne entdeckt wurde. «Solche Drohnen werden immer häufiger eingesetzt. Es ist daher keine dumme Idee, am Auto einen Störsender zu installieren, um Drohnen von ihrem Kurs abzulenken. Viele ukrainische Fahrzeuge sind inzwischen damit ausgestattet, und das kann Leben retten», so Pelda in den CH-Media-Zeitungen.
Laut Pelda gebe es durchaus gezielte Angriffe auf Journalisten. «Inzwischen gibt es mehr und mehr Beispiele für Anschläge auf Journalisten. Die Russen versuchen oft herauszufinden, wo Journalisten untergebracht sind, und attackieren dann diese Orte», so Pelda weiter. «Hotels mit einem gewissen Standard» seien risikoreich. Pelda halte sich deshalb oft in Privatwohnungen auf. Auch sei es wichtig, nicht in grossen Gruppen unterwegs zu sein. «Journalisten, die in Konvois reisen, sind auffälliger und weniger flexibel.» (cbe)

