«Eine vielfältige Medienlandschaft widerspiegelt unser Land in all seinen Facetten. Sie sind der Dorfplatz für unseren demokratischen Austausch», schreibt Ladina Heimgartner, CEO der Blick-Gruppe, in einem Kommentar vom Donnerstag. Dieser Vielfalt gelte es Sorge zu tragen. «Das Medienpaket leistet einen überlebenswichtigen Beitrag dazu.»
Doch eine «kleine Gruppe Verleger und Journalisten» hätte sich verbündet, um das Paket zu stürzen. «Dabei setzen sie in fast schon selbstverständlicher Manier ihre eigenen Medienkanäle als strategisches PR-Instrument ein, sorgen sich aber zugleich angeblich um die Unabhängigkeit der anderen Medien, falls zusätzliche Bundesmittel fliessen», so Heimgartner.
Journalistinnen und Journalisten seien im Wissen um ihre Verantwortung der Gesellschaft und der Wahrheit verpflichtet. An diesen Werten würden sich die allermeisten Redaktionen verpflichten, wenn auch sich die Titel in der Ausgestaltung unterscheiden würden. «Der Blick ist etwas knalliger und nahe bei den Menschen, die NZZ hat einen nüchternen Stil, die Engadiner Post stellt das Lokale in den Mittelpunkt.» Diese Vielfalt wolle das Medienpaket stärken.
Weil internationale Tech-Giganten Werbung im grossen Stil abziehen, müssten rein ökonomisch betrachtet die Medienhäuser viele Zeitungen und Zeitschriften eindampfen, «weil sie längst nicht mehr wirklich rentabel sind», so Ladina Heimgartner. Sie würden aber einem Bedürfnis nach regionalen Nachrichten nachkommen, hätten dafür aber keine Mittel für den Ausbau digitaler Angebote. Genau hier setze die auf sieben Jahre befristete Förderung via Vergünstigung der Posttarife an. (cbe)