Ladina Heimgartner wird neue Direktorin

RTR - Die 33-Jährige tritt die Nachfolge von Mariano Tschuor an.

Ladina Heimgartner heisst die neue Direktorin von RTR Radiotelevisiun Svizra Rumantscha in Chur. Die erst 33-jährige Journalistin ist die erste Frau an der Spitze der kleinsten SRG Unternehmenseinheit. Sie wurde vom Verwaltungsrat SRG SSR gewählt - auf Antrag des Regionalvorstands SRG.R.

Die Unterengadinerin tritt den Direktorenposten am 1. August an. Sie folgt auf Mariano Tschuor, der das Direktorium nach fünf Jahren abgibt und im Oktober nach Bern in die SRG-Generaldirektion wechselt (persoenlich.com berichtete). Dort übernimmt er die Leitung des Stabsbereichs Märkte und Qualität - mithin jene Stelle, die Ladina Heimgartner zuvor während dreier Jahre innehatte.

Es war eine einstimmige Wahl, wie der Regionalvorstand SRG.R am Donnerstag mitteilte. Als Direktorin RTR gehört Heimgartner der nationalen Geschäftsleitung der SRG an. Die Journalistin, die auch über Erfahrungen im Zeitungswesen verfügt, arbeitet seit 2007 bei der SRG. Sie begann als Redaktorin von Radio Rumantsch und leitete bereits ein Jahr später das Ressort "Reflexiun".

Sechs Kandidaturen 
Auf die öffentliche Stellenausschreibung waren sechs Kandidaturen beiderlei Geschlechts eingegangen. Dies sagte Oscar Knapp, Präsident des Regionalvorstandes SRG.R, am Donnerstag an der Medienorientierung in Chur. Näher auf die anderen Kandidaturen könne aus Gründen des Personenschutzes nicht eingegangen werden. Knapp betonte aber, es sei "die Beste" gewählt worden.

Ladina Heimgartner sagte, sie freue sich auf die neue Aufgabe. In den letzten drei Jahren auf der SRG-Generaldirektion in Bern habe sie "ihren Rucksack noch ein bisschen füllen können". Während dieser Zeit sei sie als Leiterin des Bereichs Märkte und Qualität sehr nahe am Programm gewesen.

Sprachpolitisch ist die Wahl wegen einer fehlenden regionalen Ausgewogenheit offenbar nicht ganz unproblematisch. Denn der Präsident der regionalen Trägerschaft SRG.R, der Chefredaktor von RTR und nun ebenfalls die Direktorin gehören zur Gruppe der Ladiner respektive Engadiner. Oscar Knapp sagte dazu, für den RTR Direktorenposten habe man nicht die Qualität opfern können, nur um ein regionales Problem zu lösen. (sda)

Bild: SRG