Eine am Freitag geplante Arena-Diskussionssendung zur Situation der Schweizer Medien und speziell der "Basler Zeitung" (BaZ) kommt nicht zustande. BaZ-Chefredaktor Markus Somm mag nicht mit Ex-BaZ-Leuten debattieren, da keine Interna ausgeplaudert werden sollten.
Somm verbreitete am Mittwochnachmittag eine entsprechende Erklärung per Communiqué, um Missverständnisse zu vermeiden: Er stelle sich Kritik, wann immer er sich frei äussern könne, müsse aber aus juristischen Gründen Geschäftsgeheimnisse schützen. Für Rückfragen war er nicht erreichbar, wie die Sda schreibt. Somm hatte seine Teilnahme zunächst zugesagt. Erst nachträglich habe er erfahren, dass ehemalige Mitarbeitende ebenfalls teilnehmen sollten.
In einer Stellungnahme erklärt SRF den Grund für die Absage der Arena. "Die Gesprächsrunde konnte nicht nach Wunsch der Redaktion zusammengestellt werden", so Marianne Gilgen, Redaktionsleiterin der Arena: "Markus Somm knüpfte die Teilnahme an Bedingungen, die für die Arena-Redaktion unakzeptabel waren. Somm wollte in der Sendung nicht mit dem Chefredaktor der 'Tageswoche' Urs Buess oder mit dessen Ko-Chefredaktor Remo Leupin diskutieren. Auch Christian Mensch, den Leiter der Basler Ausgabe des 'Sonntag' wollte Markus Somm nicht in der Sendung akzeptieren." Die "Arena"-Redaktion gebe keinem Druckversuch nach und bestimme selber, wer mitdiskutiere, hiess es; "die journalistische Unabhängigkeit der 'Arena' hat oberste Priorität". Zu weiteren Auskünften war die SF-Medienstelle auf Anfrage nicht bereit, so die sda.
SRF muss somit das Thema kurzfristig ändern - alternativ wird nun in der nächsten Sendung über "Via Sicura" gesprochen. Die Verantwortlichen sind daran, passende Diskussionsteilnehmer einzuladen. (sda/eh)