Lagert Produktion des Humorfestival aus

SRF - Traditionsreiches Comedyfestival ist zu teuer.

Das Schweizer Fernsehen spart die Produktion des traditionsreichen Comedyfestivals weg, wie Recherchen der "SonntagsZeitung" zeigen. Die 22. Ausgabe Ende dieses Jahres wird nicht mehr vom SRF produziert, wie ein SRF-Sprecher bestätigt. Der Grund: Die Sendung ist zu teuer. "Das Arosa-Humorfestival war eine der aufwendigeren Produktionen, da wir mit der ganzen Technik im Winter auf 2'000 Meter Höhe fahren mussten. Deshalb haben wir beschlossen, die Sendung nicht mehr selber zu produzieren", sagt SRF-Sprecher Jonathan Engmann. Für die Zuschauer ändert sich nichts. Die Sendung wird weiter jährlich ausgestrahlt. 

Neu finanziert Arosa-Tourismus die Produktion. Kostenpunkt: alles in allem ein hoher fünfstelliger Betrag. Damit ist die Produktion um einiges günstiger als zu SRF-Zeiten. Neu wird die Sendung nur noch an einem Tag aufgezeichnet. Trotzdem: Für Arosa ist die Veranstaltung teuer. Zwar heisst es bei SRF, das Fernsehen kaufe die Sendung ein. Arosa-Tourismus-Chef Pascal Jenny sagt dazu: "Ich würde eher sagen, wir stellen die Sendung in einem für beide Seiten spannenden Gesamtpaket zur Verfügung." Sowohl Jenny wie auch SRF betonen, dass das Einvernehmen zwischen den Parteien nach wie vor gut sei. "Wir bedauern den Entscheid des SRF zwar, sind aber froh, dass wir eine Lösung finden konnten." SRF betont, dass die Auslagerung nicht Teil eines Sparprogramms, sondern dass alle Sendungen laufend auf Optimierungspotenzial überprüft würden. (SoZ)