Der Publikumsrat der SRG hat die neuen SF-Formate "Start up", "Einstein", "Leben live", "SF bi de Lüt" und "Happy Days" genau unter die Lupe genommen. Merhheitlich werden die Formate vom Rat positiv aufgenommen. "Leben live" bleibt aber das Sorgenkind des Schweizer Fernsehen. Das geht aus den Medienmitteilungen des Publikumsrats von Freitag hervor.
"Leben live" würde zwar dem Anspruch gerecht, aktuelle und gesellschaftliche Themen rund ums Zusammenleben zu behandeln; allerdings wirken die drei Teile der Sendung nach Ansicht des Rates willkürlich aneinandergereiht. Besonders der Prominenten-Teil passe nicht in die Sendung. Für eine kritische Sendung fehle noch die Tiefe, für ein Magazin noch die Leichtigkeit. Auch die Publikumseinbindung könnte noch optimiert werden. Trotzdem werde dem Format Entwicklungspotential zugestanden. Dies gelte auch für die Moderation von Fabienne Pfammatter, die von Mal zu Mal lockerer werde. Der zurückhaltende Umgang mit den Gesprächspartnern werde zwar geschätzt, berge allerdings die Gefahr, dass die Gespräche zu sehr an der Oberfläche bleiben würden.
Gute Noten für Start up
Eine unterhaltsame und informative Doku-Soap sei "Start up", so der Publikumsrat zur neuen SF-Sendung. Die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die Klippen auf dem Weg zur eigenen Firma würden nachvollziehbar, verständlich und vor allem exemplarisch mit Menschen aufgezeigt. Eher unbefriedigend und irritierend wirkte der Einstieg in die Serie, dies wegen der zu sprunghaften Dramaturgie und den vielen Charakteren. Die Jury wird als kompetent und gut zusammengesetzt beurteilt. Ausdrücklich lobt der Rat den Internet-Auftritt von "Start-up".
Einstein soll mehr bilden
Bei "Einstein" greifen die meisten Themen die Erfahrungswelt des Publikums auf. Diese Vielfalt werde geschätzt, sei aber noch ausbaubar, so der Publikumsrat. Positiv gewertet wird, dass die Beiträge locker und nicht trocken präsentiert werden. Hingegen müsste der Informationsgehalt stärker gewichtet werden als der Unterhaltungswert: Mehr Hintergrundinformationen und wissenschaftliche Kommentare wären wünschenswert.
SF bi de Lüt?
Die neue Unterhaltungssendung "SF bi de Lüt Ein Ort nimmt ab" präsentiert sich zwar abwechslungsreich und informativ, so die Meinung des Publikumsrates. Er stellt sich allerdings die Frage, ob das Thema genügend Stoff für 12 Folgen liefert.
Happy Day unoriginell, aber mehrheitsfähig
Obgleich nicht besonders neu und originell, sei "Happy Day" ein geeignetes Samstagabend-Format und biete mehrheitsfähige Unterhaltung. Mit Moderator Röbi Koller habe die Show einen glaubwürdigen "Frontmann" erhalten. Kritisiert wird aber die Länge der Sendung: Tempo und Rhythmus liessen sich straffen.
Kritik am Internetauftritt von Wissenschaft DRS 2