Lebrument will Geld vom Bund

"Radio Grischa" - Verlegers-Sohn fordert finanzielle Übergangslösung.

Die Südostschweiz Radio AG in Chur will Geld vom Bund. Geschäftsführer Silvio Lebrument fordert 1,85 Millionen Franken als Gebührenanteil für "Radio Grischa" und "Radio Engiadina". Der vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) verlangte Betrag entspreche 80 Prozent der Gelder, die für das Konzessionsgebiet Südostschweiz vorgesehen und seit zwei Jahren blockiert seien, teilte Lebrument, Sohn von Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument, am Freitag mit. Das Bundesverwaltungsgericht habe die Möglichkeit einer solchen Übergangslösung dargelegt.

Das Gericht hob im Dezember nach einer Klage von Konkurrent Roger Schwawinski die Konzessionsvergabe an "Radio Grischa/Engiadina" auf und ordnete eine Überprüfung des Gesuchs durch das Bakom an. Lebrument begründet die Forderung nach einer finanziellen Übergangslösung mit der besseren Qualität des Konzessionsgesuchs seines Senders. Zudem dürften dem Privatradio nach langen Konzessionsverfahren und einer nachträglichen Untersuchung keine Nachteile erwachsen. Die Konkurrenten in den angrenzenden Gebieten hätten die Konzessionen schon lange erhalten und verfügten über Planungs- und Rechtssicherheit. (sda)