Leere Versprechungen

U1 - Beim TV-Sender soll schlechte Stimmung herrschen.

Das gazette Medienmagazin erhebt in ihrer Dezemberausgabe Vorwürfe gegen den TV-Sender U1: “Die meisten Praktikantinnen und Praktikanten der U1 TV Station AG haben den Sender noch vor ihrer zweijährigen Ausbildung verlassen. Ihnen wurde das Blaue vom Himmel versprochen – das wenigste wurde eingehalten.“

Der Privatsender betreibe sein Billigprogramm vornehmlich mit Praktikantinnen und Praktikanten, die für einen Lohn von 1500 Franken im Monat arbeiteten, so gazette. U1 wird in engem Verbund mit den Sendern TV München und TV Berlin produziert und von der Belgrader Station Kanal 1 mit zahlreichen Sendungen und Dienstleitungen beliefert. Von den ehemals 24 Praktikantinnen und Praktikanten seien laut inoffiziellen Informationen nur noch fünf oder sechs beim Sender. Die meisten sollen freiwillig gegangen sein, anderen wurde im Zuge der Programmänderungen im Oktober nahe gelegt zu kündigen.

„Ich vermisste eine schulische Ausbildung und etwas mehr Theorie.“, so einer der Praktikanten. Nicht nur die leeren Versprechungen, auch der berufliche Stress habe die jungen Fernsehmacherinnen und Fernsehmacher zusehends entmutigt. Die Kamerateams hätten täglich zwei Geschichten liefern müssen.