Leistungen für Hörbehinderte 2007 erhöht

SRG - Bis 2010 soll ein Drittel des Programms untertitelt werden.

Die Fernsehkanäle der SRG steigerten ihre Quote von untertitelten Sendungen im Jahr 2007 von 8,5 auf 10,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Erhöhung um 21,7 Prozent. Bis Ende 2010 werden Schweizer Fernsehen (SF), Télévision Suisse Romande (TSR) und Televisione svizzera di lingua italiana (TSI) ein Drittel ihres redaktionellen Programms für Gehörlose und Hörgeschädigte mit Untertiteln anbieten, teilte die SRG am Donnerstag mit.

Damit wird die SRG schrittweise die in der Radio- und Fernsehverordnung verlangte Erhöhung der Untertitelung auf 33 Prozent in allen Sprachregionen vollziehen. Im Jahr 2008 sollen 12 Prozent, im 2009 20 Prozent, im 2010 27 Prozent und im Jahr 2011 33 Prozent aller Sendungen untertitelt sein. Zusätzlich werden wichtige Informationssendungen mit Gebärdensprache und einzelne Spielfilme mit Audiodescripting für Sehbehinderte versehen.

Die verbesserten Dienstleistungen gegenüber Sinnesbehinderten sind laut SRG nur dank eines erheblichen finanziellen Mehraufwandes und des zusätzlichen Einsatzes von Fachpersonal realisierbar. Die SRG sieht vor, die für das Jahr 2008 geplanten Investitionen in der Höhe von sieben Mio. Franken schrittweise auf 12 Mio. im Jahr 2010 zu erhöhen.