Leser als Blattkritiker eingesetzt

"NZZ am Sonntag" - Zeitungsbünde wurden unterschiedlich beurteilt.

Seit ihrer Lancierung im Jahr 2002 führt die "NZZ am Sonntag" regelmässig Leserumfragen durch. Nun gab die Zeitung die Resultate der 6. Befragungswelle vom März 2008 bekannt, die wiederum vom Markt- und Sozialforschungsinstitut LINK durchgeführt wurde. Dabei wurden auch allgemeine Fragen zum Leseverhalten am Sonntag gestellt.

Am meisten Zeit -- bezogen auf Medien -- verbringen die befragten Personen am Sonntag mit dem Lesen von Printmedien: Die Abonnenten der "NZZ am Sonntag" beschäftigen sich an einem durchschnittlichen Sonntag 110 Minuten mit der Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften im Allgemeinen, somit rund 30 Minuten länger als mit dem Fernsehen oder mit dem Radio. Das Internet liegt mit einer mittleren Nutzungsdauer von 28 Minuten weit zurück.

Das Lesen von Sonntagszeitungen hat im Allgemeinen bei den Befragten an Bedeutung gewonnen. Am wichtigsten ist ihnen bei der Lektüre einer Sonntagszeitung -- ohne direkte Bezugnahme auf die "NZZ am Sonntag" -- die Darstellung von Hintergründen. In deutlichem Abstand folgen Informationen über Aktuelles. Unterhaltendes ist zwar im Vergleich zu den früheren Wellen etwas wichtiger geworden, jedoch erachten immer noch über die Hälfte der befragten Abonnenten der "NZZ am Sonntag" das unterhaltende Element als nicht so wichtig oder ganz unwichtig.

In der Leserschaftsanalyse wurden die Befragten auch gebeten, die acht Zeitungsbünde der "NZZ am Sonntag" einzeln zu beurteilen. Sämtliche Bünde werden positiv benotet. Die Bünde "Gesellschaft" und "Stil" gefallen aber einem beachtlichen Teil der Leser nicht so gut.