Leuenberger erteilt Übergangsfrequenz Absage

Energy Zürich - "Theoretisch machbar, aber nicht realisitisch."

Das Privatradio Energy Zürich kämpft mit allen Mitteln um eine UKW-Frequenz im Raum Zürich. Die momentan angeschlagene Strategie: Der Sender möchte eine Übergangsfrequenz, bis der digitale Sendestart ein Überleben sichert. Doch in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" erteilt Bundesrat Moritz Leuenberger diesen Plänen eine Absage: "Es gab und gibt keine freie Frequenz für die Abdeckung des Raums Zürich/Glarus." Und weiter: "Frequenzen sind nicht frei handelbar. Ein Abtausch hätte Auswirkungen auf die anderen Veranstalter."

Der Bundesrat erinnert daran, dass sich Energy nie mit dem kleinen Raum Zürich begnügen wollte. "Falls ein solcher Vorschlag käme, würden wir ihn genau anschauen." Allerdings will Leuenberger damit nicht sagen, dass in diesem Fall die Chancen gut stünden. "Ein solches Gesucht betrifft immer auch andere Player. Andere Stationen müssten ihre Frequenz hergeben oder bekämen zumindest eine zusätzliche wirtschaftliche Konkurrenz." Dagegen könnten sich die anderen Veranstalter rechtlich wehren, so der Bundesrat.

Dazu komme noch etwas anderes: "Der Bundesrat müsste ein neues Versorgungsgebiet schaffen." Dies sei zwar theoretisch machbar, aber nicht realistisch.