Für Davide Alviano sind die Lichter der "MusicStar"-Bühne erloschen. Der 23-Jährige aus Olten erhielt von den Zuschauern zu wenig Stimmen für ein Weiterkommen und ist in der 4. Finalsendung ausgeschieden. Mit "So Amazing" von Luther Vandross musste er auch von der Jury Kritik einstecken. Chris von Rohr sprach von "Lift- und Lounge-Musik" und hatte das Gefühl einem "singenden Bankkaufmann" zuzuschauen.
Ziemlich überraschend wurde auch Claudia DAddio vom Publikum abgewählt. Sie hatte diesen Sonntag sicherlich nicht ihren besten Auftritt, gehörte aber spätestens seit ihrer fulminanten Performance in der letzten Sendung zu den Favoriten auf den "MusicStar"-Titel. Chris von Rohr fand, dass sie mit ihrer Stimme Kylie Minogues "Cant get you out of my head" singe, sei "Perlen vor die Schweine geworfen". "Das war wie eine Kreuzfahrt auf einem Gummiboot". Die Jury war sich einig, dass Claudia mit dem Titel stimmlich unterfordert war. Dank dem Friendship-Ticket erhält sie weiter Gelegenheit, ihr Talent zu beweisen.
Gab es die Bestnote 10 in der letzten Sendung noch im Multipack, bekam dieses Mal nur gerade Daniel Kandlbauer für seine Interpretation von Sterns "Ha nur welle wüsse" einmal die Höchstnote. Sie wurde ihm von Detlef D! Soost vergeben, der nach der Mundart-Darbietung meinte: "Ich hab zwar nichts verstanden, aber von allen hast du mir am besten gefallen."
Hinter den Kulissen
Fiat Lux! Nein, Uriella quirlt nicht für "MusicStar". Licht wird es aber, wenn Carsten Bosch in Aktion tritt. Er ist der Lichtdesigner bei "MusicStar", für das Effekt-Licht verantwortlich und weder vom Pferd noch auf den Kopf gefallen. Wenn Kandidaten und Moderatoren jeweils am Sonntagabend die Bühne betreten, werden sie von Carsten Bosch im wahrsten Sinne des Wortes ins beste Licht gerückt. Dafür hat er bereits in der ersten wie auch jetzt in der zweiten Staffel von "MusicStar" bei jeder Sendung gesorgt.
Bosch hat für das Lichtdesign 305 Moving-Lights zur Verfügung. Er nennt sie "meine Staffelei". Üblich für eine grosse Bühne seien normalerweise etwa 100 solcher Lichter. Am Mittwoch bekommt Bosch jeweils die Playbacks der Songs, worauf er beginnt, sich für jeden Song Gedanken zum Lichtdesign zu machen. Diese Ideen visualisiert er am Computer. Am Donnerstag programmiert er dann das kreierte Lichtdesign.
Wenn die Kameras am Freitag aufgebaut sind, sieht Bosch zum ersten Mal, wie das Licht am Fernsehen wirkt. Am Freitag wird auch bekannt, welche Kostüme die Kandidaten zu ihrem Auftritt tragen werden. Erst jetzt können die letzten Anpassungen am Lichtdesign vorgenommen werden.
Am Sonntag schiesslich betreten die Kandidaten und Moderatoren das Rampenlicht der "MusicStar"-Bühne und tauchen damit in die Welt von Carsten Bosch ein.
(Bericht: Stefan Wyss).

Claudia D'Addio und Davide Alviano warten auf die Entscheidung durch das Friendship-Ticket (Foto: SF DRS/Christian Lanz).

Lichtdesigner Carsten Bosch an seinem Arbeitsplatz (Foto: Stefan Wyss).

Von ganz hinten im Saal steuert er es, ... (Foto: Stefan Wyss).

