Lob für "MusicStar"

Publikumsrat - "Importierte Extravaganz" gefällt.

Die Sendung "MusicStar" stösst beim Publikumsrat auf ein ausserordentlich grosses Interesse. Sie sei ein echt schweizerisches Programm, angereichert mit einem Schuss importierter Extravaganz, findet der Publikumsrat.

Zwar sei die Sendung kein wirklich neues Label, doch sie sei mehr als nur eine Kopie ähnlicher Formate ausländischer Sender. Der professionelle Support, den die Kandidatinnen und Kandidaten erhalten, zahle sich offensichtlich aus. Im Schweizer "MusicStar" werde klar, dass man sich um Ausgewogenheit, Fairness und Gerechtigkeit bemüht. Fertig gemacht wird niemand. Die Moderatorin Nina Havel und der Moderator Roman Kilchsperger steigerten sich von Sendung zu Sendung und seien eine wirkliche Entdeckung, so der Publikumsrat des Schweizer Fernsehens.

Umstritten ist beim Publikumsrat das Friendship-Ticket, weil es das Publikumsvotum zugunsten einer Steigerung der Emotionalisierung umgehe. Der Schwachpunkt der Sendung sei das wirkungslose Saal-Voting und das Jury-Konzept. Die Jury könne zwar kurze Kommentare und Noten abgeben, jedoch nicht stimmen. Arabella Kiesbauer wirke professionell, eloquent, für einzelne (zu) sehr harmonisierend. Schade, dass die Frauenrolle nicht mit einer Schweizerin besetzt werden konnte, finden die einen, gut, dass mit ihr etwas Internationalität in die Sendung kommt, die anderen. Von Chris von Rohr wünscht sich der Publikumsrat, dass er sich vermehrt mit Expertenwissen profiliere, statt sich mit schnoddrigem Szenen-Slang anzubiedern. H. Elias Fröhlich versuche, fair und sachlich zu bleiben, wirkt aber wenig charismatisch und etwas lehrerhaft.