Loblied auf die Schweiz

"Die Zeit" - Peer Teuwsen zur Spezialausgabe im Juni.

"Die Zeit" erscheint am 21. Juni in der Schweiz mit erweitertem, sechsseitigem Regionalteil und einem eigenen, landesspezifischen Titel "Was die Schweiz der Welt Gutes tut". In Zeiten, da die Schweiz unter grossem aussenpolitischen Druck steht, will man zeigen, wie das Land und seine Bewohner die Welt zum Besseren verändern. So schreibe etwa Pascal Gentinetta, Chef von Economiesuisse, wie die Schweiz als drittwichtigster Handelspartner der EU gut tut. Zudem gibt es ein Interview mit dem Schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer, für den die Schweiz "die beste Volkswirtschaft der Welt" ist und sein Land "das Erfolgsmodell schlechthin" sei. Die Ausgabe wartet zudem mit einer Premiere auf: Carolina Müller-Möhl wird neue Kolumnistin und schreibt ab sofort einmal monatlich für die Schweizseiten. persoenlich.com hat sich mit Peer Teuwsen über die spezielle Ausgabe unterhalten:

Herr Teuwsen, ist dieser ausgedehnte Regionalteil eine einmalige Sache?

Ja es ist zunächst eine einmalige Aktion und wir sind auf die Resonanz gespannt.

Warum lancieren Sie die Sonderausgabe gerade jetzt?

Weil "Die Zeit" seit über drei Jahren mit einer eigenen Regionalausgabe in der Schweiz erscheint, die stetig wächst.

Wen wollen Sie denn von der "guten" Schweiz überzeugen?

Überzeugen wollen wir niemanden. Wir wollen aber, in bester "Zeit"-Tradition, etwas zeigen, was vielen Schweizerinnen und Schweizern nicht so bewusst ist. Die Schweiz ist zum Beispiel ein Stachel im Fleisch Europas. Das wird ja im Moment eher andersrum wahrgenommen.

Wissen die Schweizer denn nicht schon zur Genüge, wie gut ihr Land ist?

Bei weitem nicht alle, glauben wir.

Wird die Schweiz in der erweiterten Ausgabe auch von einer kritischen Seite beleuchtet?

Natürlich. Ich etwa schreibe einen Leitartikel zum Thema: "Die SVP in unseren Köpfen".

Was denken Sie persönlich, was tut die Schweiz der Welt Gutes?

Sie zeigt etwa mittels der Direkten Demokratie der Welt, dass es auch noch andere, erfolgreiche Modelle der Staatsführung gibt.

Carolina Müller-Möhl hat in dieser Ausgabe ihren ersten Auftritt als Zeit-Kolumnistin. Welches Thema behandelt sie in Ihrer ersten Kolumne?

Wir freuen uns, eine so prominente Autorin, gewonnen zu haben. Sie schreibt in ihrem ersten Text über das Thema, warum die Risikofreudigkeit in der Schweiz so rar ist.

Interview: Corinne Bauer