Der Luzerner Regierungsrat Markus Dürr plädiert für eine Reduktion der Gewaltdarstellung in den Medien. Um der erhöhten Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen zu begegnen, erachtet er eine "massive Zensur von TV-Sendungen" für notwendig.
Jedes Kind könne heute zur Tageszeit brutale Morde im TV sehen, sagt Markus Dürr in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag". Er spricht sich dafür aus, bei der Konzessionserteilung beim Fernsehen die Bedingung zu stellen, dass brutale Filme nicht zugelassen werden. Auch bei den Computer-Killerspielen sieht Dürr Handlungsbedarf.
Die Luzerner Regierung habe die Gewaltprävention in das Legislaturprogramm aufgenommen, so Dürr weiter. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement habe in einem Bericht über 50 Massnahmen zur Repression und Prävention vorgelegt, um das Problem in den Griff zu bekommen. (sda)