Luzia Tschirky berichtet wieder aus der Ukraine

SRF - Entgegen einer Ankündigung von SRF war die Russland-Korrespondentin am Dienstag für das «Tagesschau»-Publikum aus der ukrainischen Stadt Lwiw zugeschaltet. Man beobachte die Sicherheitslage eng und plane ihren Einsatz entsprechend, heisst es.

Da die Situation in der Ukraine wegen des Angriffs des russischen Militärs immer gefährlicher wurde, hat Luzia Tschirky, Russland-Korrespondentin vom Schweizer Fernsehen, das Land wenige Tage nach dem Kriegsausbruch über Polen verlassen und ist in die Schweiz zurückgekehrt.

Am vergangenen Wochenende sollte sie nach Polen zurückkehren (persoenlich.com berichtete). Mit dem Standort in Warschau habe SRF eine Basis in der Region, die eine Berichterstattung auch zu Russland ermöglicht, erklärte SRF-Sprecher Stefan Wyss. Sie nach Moskau zurückzuschicken, sei vorläufig nicht sinnvoll, da sie von dort aus über das derzeit zentrale Thema ‹Krieg in der Ukraine› aufgrund des russischen Kriegsrechts nicht frei berichten könne.

Nun scheint sich die Situation bereits wieder geändert zu haben. Am Dienstagabend war Luzia Tschirky in einer Schaltung in Lwiw zu sehen, einer ukrainischen Stadt rund 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Sie sei am Montag ins Land gereist, erklärte sie dem TV-Publikum. 

Warum SRF die Pläne geändert hat und wie lange die SRF-Journalistin nun in der Ukraine bleibt, beantwortet SRF nicht. Man erhalte derzeit viele Medienanfragen zu Luzia Tschirky und könne diese im Einzelfall nicht im Detail beantworten. «Sie dürfen aber davon ausgehen, dass wir die Sicherheitslage in der Ukraine eng beobachten und den Einsatz von Luzia Tschirky entsprechend planen.» (wid)