Männermagazin steckt in tiefem Finanzsumpf

Playboy - Kürzungen bei Auflage und Ausgabenintervall erwägt.

Playboy Enterprises, der Konzern rund um das berühmte Männermagazin, hat mit einer schweren Krise zu kämpfen. Wie das Wall Street Journal berichtet, verzeichnete Playboy in den USA im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust von 13,7 Mio. Dollar bzw. 41 Cent pro Aktie. Damit hat sich das Minus im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht.

Die aktuellen Ergebnisse beinhalten unter anderem 8,7 Mio. an Wertverfall und Sanierungskosten. Das Unternehmen erwägt nun die Kürzung seiner Auflage sowie eine Reduzierung des Erscheinungsintervalls. Vor dem Hintergrund der Werbekrise und einer schrumpfenden Leserschaft überlegt Playboy ausserdem, die Preise für das weltweit bekannte Magazin in Zukunft anzuheben.

Seit vergangenem Herbst hat Playboy etwa ein Viertel seiner Belegschaft entlassen. Jerome Kern, Interimschef des Konzerns, hatte bereits Ende 2008 klargestellt, dass das Magazin zwar wichtig für das Image des Unternehmens und der Marke sei. Klar sei aber auch, dass das Unternehmen nicht weiterhin Verluste in einem Geschäftszweig hinnehmen könne, der nur noch weniger als ein Viertel des Gesamtumsatzes des Konzerns ausmache. (pte)