Sat.1 hat im Jahr 2005 seinen Marktanteil signifikant gesteigert und auch Umsatz und Ertrag sind gestiegen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) wollte von Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski wissen, wie er das gemacht hat. Schawinski sieht den Erfolg als Ergebnis vieler Massnahmen.
"Das wichtigste war, dass wir unsere Akzeptanz im Vorabendprogramm massiv verbessert, unsere Kotsten unter Kontrolle gebracht und als Sender bei den Zuschauern und den Werbekunden eine ganz neue Glaubwürdigkeit errungen haben, so Schawinski im Interview mit der F.A.Z. Das Image von Sat.1 habe sich innerhalb von zwei Jahren vom "Me-too-Sender" zur Innovationsschmiede verändert.
Flops wie die Serie "Bis in die Spitzen" oder der "Talk der Woche" seien der Preis, den man bezahle, wenn man bis an die Grenze gehe. "Man muss nur schauen, dass die Anzahl der Erfolge grösser ist als die der Niederlagen, und man muss die Big Points machen." Zu letzteren zählt Schawinski die Telenovela "Verliebt in Berlin", das Comedy-Format "Die Schillerstrasse" oder auch den Eventzweiteiler "Die Luftbrücke".
Schawinski will auch in Zukunft auf Eigenproduktionen setzen: "Mein Ehrgeiz ist es, die nächste erfolgreiche, qualitativ hochwertige, wöchentlich laufende Serie im deutschen Fernsehen bei uns zu lancieren." Die Bandbreite an geplanten Serien sei sehr gross. "Es wird nicht alles hundertprozentig funktionieren, aber ein Kracher wird darunter sein", ist Schawinski überzeugt.