Marc Walder ist zufrieden und übt Kritik

Ringier - Unter anderem sollen die Ressourcen im Newsroom besser verteilt werden.

 "Journalistisch sind Michael Ringier und ich sehr zufrieden, wie der 'Blick' und der 'SonntagsBlick' unter den neuen Chefredaktoren gemacht werden", sagt Ringier-CEO im Gespräch mit dem "Tages-Anzeiger". Auch mit der Entwicklung des "Blick am Abend" sei man zufrieden, und das Anzeigenvolumen wachse.

Potenzial sieht Walder hingegen im Online-Auftritt der "Blick"-Gruppe. "Die Plattform muss sich verbessern: Bewegtbildangebot, journalistische Qualität, Social-Media-Integration – das kann alles noch besser werden", meint er. Man habe eine lange Zeit mit interimistischer Führung und wenig Investitionen gehabt.

Das Prinzip eines gemeinsamen Newsrooms, der alle Kanäle der "Blick"-Gruppe bediene, will Walder nicht in Frage stellen - sieht aber durchaus die Nachteile davon. Man müsse man die Arbeit stetig "an die Bedürfnisse der Leser und die technologischen Möglichkeiten" anpassen.

Auffrischung für "SonntagsBlick"
Das Sonntagsblatt der "Blick"-Gruppe droht im Newsroom manchmal unterzugehen. "Ich sehe aber die Gefahr, dass der 'SonntagsBlick', der naturgemäss eher am Ende dieser Nachrichtenkette bedient wird, zuwenig Ressourcen erhalten könnte. Also arbeiten wir daran, die Ressourcen besser zu verteilen."

Hier soll es bald eine optische Änderung geben: "Der 'SonntagsBlick' steht vor einer Auffrischung, daran arbeitet Christine Maier mit ihrem Team. Die neue Version wird grafisch ruhiger aussehen, mit einer feineren Bildsprache auftreten." Und auch der "Blick" soll "visuell subtiler" daherkommen. (TA/lmy)