Mit dem Gebührensplitting gehen in Zukunft staatliche Gelder an regionale Fernsehsender, die privaten Medienkonzernen gehören. Dabei schütte der Bund mit maximal 35 Millionen Franken pro Jahr deutlich mehr aus, als diese in der freien Wirtschaft verdient hätten, schreibt Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche.
Als Beleg dafür nimmt er die Daten der letzten verfügbaren Jahresabschlüsse von führenden Medienhäusern, die eine TV-Stationen kontrollieren. Namentlich sind dies: Tamedia (Tele Züri), NZZ-Gruppe (Tele Ostschweiz), Espace Media (Tele Bärn), AZ Medien (Tele M1), LZ Medien (Tele Tell). Diese fünf Medienhäuser hätten zusammen 2003 einen Gewinn von 9.4 Mio. Franken gemacht, so "Zimmi".
Wenn es nach den Kriterien geht, nach denen der "Subventionsregen" niederprasseln soll, schlägt Zimmermann vor, denjenigen Sendern Geld zukommen zu lassen, die Zuschauer haben und fordert: "Kein Geld für Service sans public." Darum habe er sich von der Publica Data AG die Marktanteile der grösseren Regionalsender errechnen lassen.