Markus Gilli will Sendung nicht auf Tele Züri

"Filippos Politarena" - Regionalsender sind zurückhaltend.

Das Geheimnis um die Produktionskosten für "Filippos Politarena" ist gelüftet. Eine Kostenrechnung der Zeitung "Der Sonntag" mithilfe mehrerer TV-Profis kommt auf 220'000 bis 250'000 Franken für 8 Aufzeichnungen. Am teuersten sind demnach Dekor und Grafik sowie die Organisation des Publikums. 40 bis 50 Personen sollen pro Sendung in die Lobster Studios (vormals Primetime) nach Schlieren ZH gelockt werden, wie es weiter heisst. Nach der Erstausstrahlung an Mittwochabenden soll das Format lokalen TV-Stationen zur Verfügung gestellt werden. Dafür wird ein symbolischer Betrag von 100 bis 200 Franken verlangt, wie Recherchen der Zeitung zeigen.

Trotzdem sind die Regionalsender zurückhaltend. Tele Züri will die Sendung von Filippo Leutenegger nicht ausstrahlen, wie Programmleiter Markus Gilli sagt. Er verweist auf eigene Formate wie "SonnTalk" und "TalkTäglich". Zudem seien eigene Sondersendungen mit Kandidaten der Wahlen geplant. Auch Mario Aldrovandi, Programmleiter von TVO (vormals Tele Ostschweiz), zögert. Ob die Sendung übernommen werde, sei noch nicht entschieden. Eine Zusage gibt es hingegen von Norbert Neininger, Verwaltungsratsdelegierter des Schaffhauser Fernsehens. "Wenn wir eine Sendung haben können, die ganz sicher geschaut wird, tut das unserem Fernsehen gut", sagt er. Leutenegger habe zugesichert, auch Schaffhauser Stände- und Nationalräte zu berücksichtigen. Leutenegger verzichtet auf ein Honorar und ist auch nicht mit eigenen Mitteln an der Produktion beteiligt, wie er festhält. Derweil geht Sat 1 Schweiz davon aus, dass der einzige Werbeblock von sechs Minuten Dauer in der einstündigen Sendung "gut gebucht" sein wird.