Den 25. Geburtstag von Cosmopolitan feierte Jürg Marquard mit einer rauschenden Party in München zusammen mit über 600 geladenen Gästen. Zu diesem Anlass macht nun auch der Spiegel dem Schweizer Verleger ein Geschenk und porträtiert Marquard auf drei Seiten. Im Artikel zeichnet der Spiegel seine nun schon 40 Jahre andauernde publizistische Laufbahn nach und konstatiert: Er hat es weit gebracht.
In Sachen Prominenz gilt dies aber für Deutschland (noch) nicht: Innerhalb der deutschen Medienbranche kenne ihn, der "ganz gern prominent ist", kaum jemand, obwohl der grösste Teil der Millionen von Lesern und Anzeigen aus Deutschland komme. Ganz anders verhalte sich dies aber in der Schweiz: Marquard befinde sich in Sachen Prominenz mittlerweile in einer Liga mit Kurt Felix und Paola. "Mehr geht kaum, im Land der Eidgenossen", so der Spiegel.
Einen ähnlichen Promi-Status will Marquard jedoch in Deutschland nicht erringen, verrät er gegenüber dem Spiegel. Freunde wie Udo Jürgens und Tina Turner hätten ihn schliesslich gewarnt: "In der Schweiz bleibt es meist bei bewundernden Blicken, in Deutschland wirst du gleich angegrabscht."
Der Spiegel würdigt, was Marquard erreicht hat: Er habe -- statt seinen ersten erfolgreichen Titel "Pop" für acht Millionen zu verkaufen -- den Nahkampf auf dem deutschen Markt gesucht. Obwohl ihn die Inhalte seiner Hefte nie interessiert hätten, habe er im Printgeschäft mit Pop und Pickeln Millionen Hefte verkauft. Irgendwann soll Marquard die Lust an den Teenie-Titeln verloren und sie alle an Springer für einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag verkauft haben. Als Marqaurds zweiten wichtigen Schritt erachtet der Spiegel seinen Einstieg in den osteuropäischen Markt: "Als der eiserne Vorhang fiel, war er längst da." Heute besitzt Marquard in Ungarn und Polen 15 Titel -- und ist ungarischer Honorarkonsul. Alles in allem soll die Marquard Media Holding mitsamt ihren Töchtern etwa 650 Mitarbeiter bei 30 Titeln beschäftigen.