Das Internetfernsehen (IPTV) wird in den kommenden Jahren den Massenmarkt erobern und den Kampf der Anbieter um Triple-Play-Kunden verschärfen. Das prognostiziert eine aktuelle Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmen iSuppli.
Demnach soll sich die Zahl der IPTV-Nutzer weltweit bis 2011 jährlich verdoppeln und schliesslich auf 103 Mio. anwachsen. Im vergangenen Jahr haben dagegen gerade einmal 3,9 Mio. Menschen auf IPTV-Angebote zurückgegriffen. Einen rasanten Aufwärtskurs sehen die iSuppli-Analysten auch bei den Umsätzen. 2011 könnten die Anbieter demnach mit Internetfernsehen bereits 39,1 Mrd. Dollar erwirtschaften. 2006 hatten die Umsätze erst an der Milliardengrenze gekratzt.
"IPTV verspricht, die Fernsehunterhaltung um Interaktivität, Personalisierung und die Integration von Sprach- und Daten- sowie Mehrwertdiensten zu bereichern", erklärt iSuppli-Analyst Frank Dickson den Reiz des Internetfernsehens. Weil die Technologie einen grossen Raum für unterschiedlichste Service-Angebote eröffne, würden immer mehr Unternehmen aus verschiedenen Bereichen in den Markt drängen und den Wettbewerb verschärfen. In den USA etwa ist bereits ein Machtkampf zwischen den Telekomkonzernen und den Kabelfirmen um die lukrativen Triple-Play-Kunden ausgebrochen. In die Schlacht um die Vormacht bei Fernseh-, Internet- und Telefonieangeboten mischen sich ausserdem die Satellitenbetreiber ein.

