05.12.2012

Axel Springer

Mathias Döpfner kämpft für Leistungsschutzrecht

Er wirft Google "erzkapitalistische Interessen" vor.

Springer-Chef Mathias Döpfner, sonst nicht gerade für polternde Auftritte bekannt, schlägt im Streit um die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verlage gegenüber Google härtere Töne an: Im Interview mit der "Zeit" warf der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer dem Internetkonzern vor, "erzkapitalistische Interessen" zu verfolgen. Das berichtet horizont.net. "Wir glauben dem Google-Slogan 'Don't be evil' und denken, die netten Jungs mit dem bunten Logo meinen es doch nur gut. In Wirklichkeit will Google nur erzkapitalistische Interessen durchsetzen und sein Geschäftsmodell optimieren", sagte Döpfner gegenüber der "Zeit": "Das ist so, als würde eine Hehlerbande bei Amnesty International eine Menschenrechtspetition zur Verteidigung der freien Bürgerrechte beim Ladendiebstahl einreichen."

Nach Angaben von Döpfner hat das US-Unternehmen auch nach Jahren der Auseinandersetzung "noch nie nach dem Preis gefragt, der uns vorschwebt". Google hat in der vergangenen Woche eine Online-Kampagne gegen das geplante Leistungsschutzrecht gestartet und damit heftige Kritik von Seiten der Verlage geerntet. (horizont.net)



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