Mathias Döpfner steht in der Kritik

Axel Springer - Der Springer-Chef soll sich laut der Wochenzeitung Die Zeit abfällig über Ostdeutsche geäussert haben.

Eine Enthüllung der Wochenzeitung Die Zeit über angebliche konzerninterne Nachrichten von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner sorgt für Wirbel. Dieser soll sich laut dem Medienbericht in den vergangenen Jahren in SMS und E-Mails unter anderem abfällig über Ostdeutsche geäussert haben. Die Zeit listete diverse Zitate auf. Mehrere der Nachrichten sollen von Döpfner an den damaligen Bild-Chefredaktor Julian Reichelt gerichtet gewesen sein. Bild gehört zum Springer-Konzern. Wie es weiter heisst, soll Döpfner auch parteilich agiert haben, indem er sich eine Pro-FDP-Berichterstattung in der Bild gewünscht habe.

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner verteidigt sich derweil. «Ich habe keinerlei Vorurteile gegen Menschen aus dem Osten Deutschlands», schrieb er laut Spiegel in einer Stellungnahme. «Aber ich bin seit Jahrzehnten enttäuscht und besorgt, dass nicht wenige Wähler in den neuen Bundesländern von ganz links nach ganz rechts geschwenkt sind. Der Erfolg der AfD beunruhigt mich.» Bereits zuvor wurde versucht, die Berichterstattung der Zeit zu diskreditieren. Der Artikel bestehe aus «manipulativen SMS-Fetzen», hiess es laut Nachrichtenagentur DPA aus Verlagskreisen. (cbe)