Ab 1. September 2024 werden die beiden Grossdruckereien ihre Produktion gemeinsam in eine Partnerschaft einbringen, schreiben die Mattenbach AG und die Galledia Group AG in einer Medienmitteilung.
Unverändert bleibt der Digital- und Kleinoffsetdruck der beiden Unternehmen an den Standorten in Winterthur, Sulgen, Altstätten und Baar, heisst es weiter.
«Wir steigern die Auslastung»
Die Reduktion von heute vier Produktionsstandorten auf zwei hochleistungsfähige Technologiezentren ist die strategische Antwort auf die herausfordernde Wettbewerbssituation im Schweizer Markt. «Mit der Fokussierung auf zwei Produktionsstandorte steigern wir die Auslastung deutlich», erklärt Daniel Schneider, Spartenleiter Print der Galledia.
Die Konzentration auf zwei Standorte führt zu einem Personalabbau .Am bisherigen Standort Egg komme es zu Entlassungen, teilt Vince Bang, Verwaltungsratspräsident der Mattenbach Gruppe auf Anfrage von persoenlich.com. «Wir bemühen uns, für alle Betroffenen eine Nachfolgelösung zu finden. Einem grossen Teil der Belegschaft können wir einen Arbeitsplatz im Druckzentrum Schweiz an den Standorten in Winterthur, Baar oder Flawil anbieten», so Vince Bang weiter.
«Wir können den Kundenbedürfnissen besser entsprechen»
Das Druckzentrum Schweiz wird vier grossformatige Offsetdruckmaschinen der jüngsten Generation mit 8 und 10 Druckwerken an den Standorten in Flawil und Baar betreiben. «Wir sind überzeugt, dass wir durch die Bündelung unserer Technologien und Kapazitäten den Bedürfnissen unserer Kunden nach immer kürzeren Produktionszeiten bei exklusiver Qualität nochmals besser entsprechen können», wird Christian Huber, CEO der Mattenbach Gruppe, in der Medienmitteilung zitiert.
Trotz der Zusammenführung der Produktionsstätten bleibt die Unabhängigkeit der beiden Unternehmen gewahrt. Mattenbach wie Galledia werden ihre Kunden weiterhin eigenständig betreuen, jedoch Zugang zum modernsten und leistungsfähigsten Maschinenpark der Schweiz haben. «Unsere Kundenkontakte und die Beratungskompetenz bleiben unverändert», betont Daniel Ettlinger, CEO der Galledia.
«Ein zukunftweisendes Modell für die Schweiz »
«Die Qualität im Druck schafft heute nicht mehr die Differenz im Wettbewerb», erklärt Mitinhaber Alfred Angst, «gut drucken können fast alle Betriebe». Das Druckzentrum Schweiz richtet sich daher auch an grafische Unternehmen, die vor grossen Investitionen in neue Drucktechnologien stehen. «Wer lieber in die schlanke digitale Medienproduktion investieren möchte, statt in konventionelle Drucktechnik, findet im Druckzentrum Schweiz den idealen Partner», ergänzt Christian Huber. «Trotz Konsolidierung bestehen nach wie vor zu hohe unausgelastete Produktionskapazitäten im Markt. Ich bin überzeugt, dass die Zentralisierung des grossformatigen Offsetdrucks als Modell für die Schweiz zukunftsweisend ist», führt Christian Huber weiter aus. (pd/nil)