Medien bereichern das kindliche Spiel. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste "Kinderwelten"-Studie von Super RTL. Die Forscher fanden demnach heraus, dass der Umgang mit Medien die kindliche Lust auf kreatives Spielen nicht beeinträchtigt. Vielmehr holen sich Kinder aus den Mediengeschichten Anregungen für ihr Rollen- und Fantasiespiel. Dabei spielen Jungen und Mädchen ganz unterschiedlich: Jungen schaffen fremde Welten, in denen sie häufig ähnliche Handlungsabläufe inszenieren. Mädchen bleiben in alltäglichen Welten, schaffen darin aber reichhaltige und überraschende Szenarien.
Eltern haben eine sehr differenzierte Meinung zur Mediennutzung ihrer Kinder. Birgit Guth, Leiterin der Medienforschung bei Super RTL: Das Fernsehen ist in den meisten Familienhaushalten ein anerkanntes Medium. Es dient nicht nur der Unterhaltung, es ermöglicht Kindern darüber hinaus das ausserschulische Lernen. Mit dem Fernsehen können Kinder zudem ihre sozialen Kompetenzen erweitern. In Spielmedien wie dem Gameboy oder der Konsole hingegen sehen viele Eltern noch deutlich mehr Gefahren als Chancen.
Lesen gilt nach wie vor als hohes Kulturgut. Die Förderung kindlichen Lesens durch die Eltern ist dennoch rückläufig. Besonders im Alter zwischen sechs und neun Jahren benötigen Kinder die Unterstützung der Eltern, um die Lust am Lesen zu entdecken. Danach wird es immer schwieriger, sie zu kleinen Leseratten zu machen.