Die Westschweizer Medien- und Gesundheitsgruppe Agen Holding will im laufenden Jahr mit Übernahmen wachsen. Sie nimmt die Zürcher Klinikgruppe Hirslanden ins Visier. Im Verlagsbereich will sie im laufenden Jahr in die schwarzen Zahlen gelangen.
In ihrem ersten Jahresabschluss schreibt die neu formierte Gruppe einen Verlust von 33,5 Mio. Franken, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Grund liegt in der Entscheidung, den Goodwill aus der Übernahme der Klinikgruppe Genolier Swiss Medical Network (GSMN) auf einen Schlag auf seinen realen Wert abzuschreiben.
Der Bruttoumsatz der Gruppe blieb im letzten Jahr mit 12 Mio. Fr. stabil. Der Umsatz der Ende 2006 übernommenen GSMN von 112 Mio. Fr. ist dabei allerdings noch nicht einbezogen. Den Verlust 2006 kann die Gruppe laut ihrem Chef Antoine Hubert verkraften: Sie verfügt über Nettoeigenmittel in Höhe von 115 Mio. Franken.
Übernahme geplant
Im Verlagsbereich blieb die ehemalige Agefi-Gruppe im letzten Jahr mit einem Betriebsverlust von 784'000 (Vorjahr -1,705 Mio.) Fr. in den roten Zahlen. Um in die schwarzen Zahlen zu gelangen, will sich die Herausgeberin der Westschweizer Wirtschaftszeitung auch in der Deutschschweiz nach Akquisitionen umsehen.
Der Klinikbereich, der vier Spitäler in Freiburg, Genolier VD, Glion VD und Lausanne umfasst, soll durch organisches Wachstum wie auch durch Übernahmen wachsen. Der Umsatz der gesamten Gruppe soll im kommenden Jahr auf 130 Mio. Fr. steigen.

