Angesichts zunehmender Gewalt haben mehr als 50 mexikanische Medien Abmachungen getroffen, mit denen die Berichterstattung über Drogenkartelle geregelt werden soll. Die Regeln sollen verhindern, dass die Medien unfreiwillig für die Interessen der Drogenkriminellen instrumentalisiert werden. Der Initiative "Acuerdo para la Cobertura Informativa contra la Violencia" (Übereinkunft zur Berichterstattung gegen die Gewalt) traten neben den grossen Fernsehgesellschaften und Zeitungen auch zahlreiche andere Institutionen wie Universitäten bei.
In dem am Donnerstag in Mexiko-Stadt veröffentlichten Dokument verpflichten sich die Unterzeichnenden, klar Stellung gegen die Gewalt zu beziehen und zu verhindern, dass Kriminelle zu Opfern oder gar zu Helden stilisiert werden. Vor allem im Norden Mexikos werden die Medien nicht nur unmittelbar von den Kartellen bedroht und durch Gewalt gefügig gemacht. Oft sind auch die Redaktionen von kriminellen Organisationen unterwandert. Im vergangenen Jahr wurden im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 15'000 Menschen getötet. (sda)