Laut einer neuen internationalen Studie präsentieren die Medien eine Welt, in der Frauen kaum vorkommen. 79 Prozent der Berichterstattung drehe sich um Männer. Frauen seien immer noch massiv untervertreten. Beinahe vier Fünftel der internationalen Berichterstattung in Presse, Radio und Fernsehen widmen sich Männern und ihrem Handeln, heisst es in der Studie des "Global Media Monitoring Project", die am Mittwoch in London vorgelegt wurde.
Die Inhaltsauswertung aus 76 Ländern kommt zum Ergebnis, dass nur gerade 21 Prozent der Berichterstattung Frauen gilt. Am seltensten seien diese im Radio, wo sich nur gerade 17 Prozent der Beiträge Ereignissen widmeten, bei denen Frauen im Mittelpunkt standen. In Presse und Fernsehen seien es knapp über 20 Prozent.
Auch in der journalistischen Arbeit seien Frauen massiv untervertreten. Nur gerade 29 Prozent der knapp 13 000 Beiträge, die anhand eines standardisierten Kriterienkatalogs ausgewertet wurden, stammten von Frauen. Deutlich in Führung liegt das weibliche Geschlecht einzig bei der Bildschirmpräsenz in Fernseh-Nachrichtenstudios: 57 Prozent der Nachrichten würden von Frauen präsentiert.

