Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) erhält an den Schulen des Kantons Solothurn mehr Gewicht. Gemäss einem am Mittwoch vorgestellten Konzept soll die Medienbildung ab dem dritten Schuljahr obligatorisch werden. Im Vordergrund stehe die Medienerziehung und nicht das Handling neuer Technologien, sagte Bildungsdirektor Klaus Fischer an einer Medienkonferenz in Solothurn. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Grundausbildung und Nutzung von ICT an den Schulen geleistet.
Gemäss dem ICT-Entwicklungskonzept genügt es nicht, im Schulzimmer einen Computer aufzustellen und die Schülerinnen und Schüler in der Bedienung von diesem zu unterrichten. Das Konzept stellt daher die medienerzieherische und pädagogische Perspektive in den Vordergrund. Die Schüler sollen zu einem verantwortungsvollen Medienkonsum erzogen werden. Das Konzept definiert für jede Schulstufe die Lernziele.
Ab der dritten Primarschulklasse wird der ICT-Unterricht obligatorisch. Im Kindergarten und in der ersten beiden Schuljahren verzichtet der Kanton Solothurn auf den ICT-Unterricht. Wie bisher werden analoge Schulinstrumente eingesetzt. Für die zusätzliche Unterrichtslektion pro Woche rechnet der Kanton Solothurn mit finanziellen Mehrkosten von zwei Millionen Franken pro Schuljahr. Die Infrastruktur müssen die Gemeinden selbst finanzieren. (sda)