Wie die NZZ am Sonntag in ihrer Ausgabe vom 6. Juli schreibt, beraten derzeit drei Arbeitsgruppen über die Zusammenlegung der beiden Redaktionen von Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung. Geprüft werde laut Unternehmenssprecher Christoph Zimmer die «Zusammenarbeit in den Ressorts Gesellschaft, Kultur und Wissen».
Unter Berufung auf «mehrere redaktionsinterne Quellen» schreibt die NZZ am Sonntag, dass noch weitere Bereiche betroffen sein dürften - darunter das Ressort Ausland sowie Layout und Produktion.
«Durch die Zusammenarbeit sollen die Kräfte gebündelt und die Dossier-Kompetenzen beider Redaktionen besser genutzt werden», erklärte Zimmer gegenüber dem Sonntagsblatt. Die Details seien noch offen.
Die Sport-Inhalte von Tages-Anzeiger und SonntagsZeitung stammen bereits heute von einem einzigen Redaktionsteam. Dieses Modell sei bereits seit der Gründung der SonntagsZeitung vor 27 Jahren erfolgreich. Auch die Zusammenarbeit im Bereich Infografik habe sich laut Zimmer bewährt. Man suche nun nach weiteren Modellen der Zusammenarbeit, welche «die Wahrung der DNA beider Titel» ermögliche.
Die Befürchtung einiger Journalisten des Tages-Anzeigers ist jedoch, dass die Zusammenlegung Auswirkungen auf den eigenständigen Charakter der beiden Zeitungen hätte und zu einem Stellenabbau führen könnte, schreibt die NZZ am Sonntag. (as)
Bild: Keystone
Medienhaus prüft grosse Fusion von Redaktionen
Tamedia - Der Tages-Anzeiger und die SonntagsZeitung rücken näher zusammen.