Medienhaus schreibt Millionenverlust

Edipresse - In der Schweiz nur noch mit "Bilan" vertreten.

Der Westschweizer Medienkonzern Edipresse hat 2009 tiefrote Zahlen geschrieben: Die künftig im internationalen Zeitschriften-Geschäft tätige Gruppe verzeichnete 2009 unter dem Strich einen Verlust von 32,3 Mio. Franken (Vorjahr: +30,4 Mio. Franken). Edipresse konzentriert sich neu vor allem auf das internationale Mediengeschäft, namentlich in Osteuropa und Asien. Den Grossteil seiner Schweizer Medientitel verkaufte Edipresse im Frühling 2009 an Tamedia - sie gehen bis 2013 vollständig in den Besitz der Zürcher Mediengruppe über.

Zurzeit sind diese Schweizer Medienaktivitäten in der Presse Publications SR S.A. (PPSR) gebündelt, an der Tamedia 49,9 Prozent und Edipresse den Rest besitzt. Im weitergeführten Geschäft, also unter anderem ohne die ausgelagerten Titel, ergab sich 2009 ein Reinverlust von 29,6 Mio. Franken (Vorjahr: +16,1 Mio. Franken) und ein Betriebsverlust (EBIT) von 24,1 Mio. Franken (Vorjahr: +24,4 Mio. Franken). Der Verlust im nicht weitergeführten Geschäft betrug 2,7 Mio. Franken (Vorjahr: +14,3 Mio. Franken).

Wie Edipresse in der Mitteilung vom Montag betont, resultierten die Verluste vor allem wegen ausserodentlicher Faktoren, unter anderem Kosten für die Restrukturierung. Sonderfaktoren von fast 47 Mio. Fr. ausgeklammert, hätten 2009 schwarze Zahlen resultiert, wie es heisst.

Der Umsatz reduzierte sich im weitergeführten Geschäft um gut 40 Prozent auf 178,6 Mio. Franken. Auf Pro-Forma-Basis, also inklusive aller Schweizer Aktivitäten, erreichte die Gruppe 2009 einen Umsatz von 542 Mio. Franken (Vorjahr: 738,2 Mio. Franken). Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 5.50 Fr. je Inhaberaktie beziehungsweise 1.10 Fr. je Namenaktie erhalten. Der Ausblick auf das laufende Jahr sei positiv, hiess es. Die Gruppe erwarte entsprechend für 2010 die Rückkehr zur Profitabilität. Der Verwaltungsrat habe zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 30 Mio. Fr. beschlossen. (sda)