Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat dank der Erholung des Werbemarktes im ersten Halbjahr einen Gewinnsprung verzeichnet und seine Jahresprognose erhöht. Der "Bild"-Herausgeber teilte am Dienstag mit, der Betriebsgewinn (Ebitda) könne 2010 den Rekordwert von 2008 erreichen. Damals hatte Springer 486,2 Mio. Euro verdient. Auch beim Umsatz erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg.
In den ersten sechs Monaten erhöhte sich das Ebitda um 61 Prozent auf 261 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um knapp neun Prozent auf 1,364 Mrd. Euro. Springer begründete diese Entwicklung auch mit dem anhaltenden Wachstum des Internet- Geschäfts. Der Optimismus für die zweite Jahreshälfte rührt zudem davon, dass dann die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Medienkonzern Ringier zum Tragen kommt. Das im März angekündigte Joint-Venture werde ab 1. Juli in der Bilanz konsolidiert. In der Schweiz gehören unter anderem diverse TV-Programmzeitschriften sowie die "Bilanz", die "Handelszeitung" und der "Beobachter" zum Verlag. (sda)