Medienkonzern mit Rekordgewinn im 2008

Axel Springer - Keine Prognose für laufendes Jahr.

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat 2008 einen Rekordgewinn erzielt. Der Überschuss des Herausgebers von Zeitungen wie "Bild" und "Die Welt" stieg auf 571,1 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr war ein Verlust von 288,4 Millionen Euro ausgewiesen worden. Der Umsatz legte um 5,8 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro zu. Ausserdem baute der Konzern seine Schulden ab: Die Nettoverschuldung sank von 743,1 auf 369,5 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen mit 4.40 Euro je Aktie 0.40 Euro mehr und damit eine Rekorddividende erhalten.

Im laufenden Jahr wird der Konzern nach eigener Einschätzung die Folgen der Wirtschaftskrise verstärkt zu spüren bekommen. "Natürlich werden wir in diesem Umfeld ein Rekordergebnis wie im Vorjahr nicht erreichen können", erklärte Verlagschef Mathias Döpfner. Der Konzern stelle sich etwa auf ein extrem schwieriges Anzeigengeschäft ein. "Eine genauere Prognose verbietet sich, da sie in dem extrem volatilen Umfeld unseriös wäre", fügte Döpfner hinzu.

Der Firmenchef zeigte sich jedoch optimistisch, das Springer Marktanteile hinzugewinnen und gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. Der Konzern werde sich weiter auf seine Kernmarken konzentrieren und in Online-Aktivitäten investieren. (sda)