Medienkonzern verdient weniger

Axel Springer - Der Umsatz sank um 5,4 Prozent.

Der Medienkonzern Axel Springer hat wegen der Werbe- und Anzeigenkrise in den ersten neun Monaten weniger verdient. Bereinigt um Sonderfaktoren wie die Trennung von Beteiligungen an Regionalzeitungen lag der Gewinn bei 130,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum habe der Gewinn noch 165,4 Mio. Euro betragen, teilte das Berliner Unternehmen am Mittwoch mit. Unbereinigt wies Springer einen Nettogewinn von 317 Mio. Euro aus, nach 560,5 Mio. Euro vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 5,4 Prozent.

"Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Werbemarktes bleiben wir für das Gesamtjahr bei unserem vorsichtigen Ausblick", sagte Verlagschef Mathias Döpfner. Im dritten Quartal hatte Springer einen unerwarteten Anstieg von 10,2 Prozent beim operativen Gewinn ausgewiesen. Bisher hatte der Verlag mit seinem Flaggschiff "Bild" erklärt, dass der operative Gewinn und Umsatz 2009 deutlich unter den im Vorjahr erzielten Rekordwerten liegen würden.

Auch andere Medienunternehmen haben jüngst trotz der nach oben zeigenden Wirtschaftsindikatoren noch kein Ende der Werbekrise ausgemacht. So droht etwa Europas grösstem Medienkonzern Bertelsmann der erste Jahresverlust in seiner Geschichte. (sda)