Zehn Stunden täglich verbringen die Menschen in Deutschland mit den Medien. Das ist gegenüber dem Jahr 2000 nochmals ein Zuwachs von 98 Minuten. Dies ermittelte die ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 2005 in ihrer 9. Welle. Gegenüber der ersten Welle 1964 hat sich die Mediennutzung damit verdreifacht. Fernsehen und Radio sind mit jeweils fast 3 3/4 Stunden pro Tag nach wie vor die am meisten genutzten Medien, aber das Internet befindet sich mit fast einer dreiviertel Stunde täglicher Nutzung in einem starken Wachstum.
Die Mediennutzung im Hörbereich ist nach den Befunden der Studie inzwischen zu einem Viertel nicht mehr linear. Dieser Teil wird also nicht dann gehört, wenn die Sender ihn verbreiten, sondern die Menschen hören, wann sie es wollen. Im Videobereich ist dieser Trend zur nichtlinearen Nutzung trotz DVD-Rekordern und persönlichen Videorekordern (noch) nicht deutlich erkennbar.
Die Digitalisierung von Wiedergabegeräten für Audio und Video ist aber inzwischen beim Massenpublikum angekommen, analoge Videorekorder und analoge Kassettenrekorder beginnen bereits aus den Haushalten zu verschwinden.
In diesem Boom der Medienentwicklung halten 82 Prozent der Menschen in Deutschland den öffentlich-rechtliche Rundfunk für unentbehrlich. Gegenüber den privatrechtlichen Sendern liegen die öffentlich- rechtlichen Sender vor allem im Bereich der politischen Information, der gesellschaftlichen Wertevermittlung und der niveauvollen Unterhaltung deutlich vorn.

