Smartphones und Tablets verändern die Mediennutzung grundlegend: Nach Meinung von Experten werden sich die Konsumenten in den nächsten fünf Jahren vermehrt von den klassischen Medien abwenden und auf die digitalen Plattformen umsteigen. Dies ist das Ergebnis einer Expertenbefragung der Publicom. Im Expertenpanel sind über vierzig Fachleute der führenden Medienunternehmen sowie Vertreter aus Werbung, Medienjournalismus, Kommunikationswissenschaft und Corporate Communications beteiligt.
Die massive Zunahme der mobilen Mediennutzung werde dazu führen, dass die Schweizer Bevölkerung in fünf Jahren mehr Zeit für Mediennutzung aufwende als heute, schreibt das Medienberatungsunternehmen in einem Communiqué vom Dienstag. Zudem sind die Medienexperten mehrheitlich überzeugt, dass sich auch der Konsum klassischer Medien zunehmend in die mobilen digitalen Kanäle verlagern wird.
Das Geschäftsmodell der traditionellen Medienhäuser drohe durch die veränderte Mediennutzung noch stärker unter Druck zu geraten. "Die grossen Profiteure der Entwicklung werden nämlich nicht Anbieter von publizistischen Inhalten, sondern die Betreiber von Suchmaschinen und Social Media sein." Laut Experten sieht die wirtschaftliche Zukunft für die meisten Printmedien unerfreulich aus. Schlecht stehe es vor allem um die Abonnementszeitungen und den Boulevard. "Nur gerade die Special-Interest-Magazine werden ungeschoren davonkommen", schreibt die Publicom. (sda)