02.02.2022

Abstimmung

Medienpaket erhält die grösste Aufmerksamkeit

Von allen Vorlagen, über die am 13. Februar abgestimmt wird, ist das Medienförderungsgesetz in den Schweizer Medien am präsentesten. Dabei überwiegt der positive Ton.
Abstimmung: Medienpaket erhält die grösste Aufmerksamkeit
Ein Vergleich der beiden grossen Sprachregionen zeigt: in den Deutschschweizer Medien ist das Medienpaket präsenter. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Bei den vier Vorlagen für die Abstimmung am 13. Februar 2022 stösst das Gesetz über die Medienförderung auf die grösste Resonanz in der Schweizer Medienarena. Zu diesem Schluss kommt das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (Fög).

Dennoch: Obwohl das Massnahmenpaket zugunsten der Medien die stärkste Beachtung findet, schneidet es gegenüber der Resonanz bei früheren Vorlagen schlecht ab. Deutlich mehr Beachtung fanden beispielsweise das Covid-19-Gesetz, über das im November letzten Jahres abgestimmt worden war, oder die No-Billag-Initiative von 2018.

Beim Medienpaket ist die Tonalität leicht positiv wie auch bei der Initiative für ein Tabak-Werbeverbot, wie es in einer Mitteilung heisst. Dagegen überwiegt bei der Initiative für ein Tier- und Menschenversuchsverbot die Ablehnung deutlich. Bei der Abschaffung der Stempelabgaben ist die Tonalität dagegen ambivalent. Das heisst, die zunehmenden und abnehmenden Voten halten sich die Waage.

Beim Vergleich der beiden grossen Sprachregionen zeigt sich, dass das Mediengesetz in den Deutschschweizer Medien präsenter ist. Die Tonalität in der Berichterstattung ist in der Westschweiz positiver als diesseits des Röstigrabens, so das Fög weiter.

Unterschiede in der Tonalität gibt es auch bei der Abschaffung der Stempelsteuer, die in den Medien der Westschweiz etwas mehr Zuspruch erhält als in der Deutschschweiz. Die anderen Vorlagen stossen in beiden Sprachregionen auf Zustimmung (Tabak-Werbeverbot) respektive auf Ablehnung (Initiative für ein Tier- und Menschenversuchsverbot).

Das Medienpaket ist für Medien eine spezielle Vorlage, weil viele Medienhäuser davon betroffen sind. Dennoch lasse sich hier eine relativ «routinisierte» Form der Abstimmungsberichterstattung beobachten, wie sie für viele Abstimmungen typisch ist. (sda/mj)



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