Die britische Medienbehörde Ofcom hat heute, Mittwoch, die Verschärfung der Regeln zum Schutz der Jugend vor Gewalt und Sex im Fernsehen vorgestellt. Die bisherige Beschränkung, bis 21 Uhr keine Programme, die für Kinder unter 15 Jahren ungeeignet sind, auszustrahlen, wurde auf die Altersgruppe der 16- und 17-Jährigen ausgeweitet.
Fernsehsender kritisierten diesen Schritt, jedoch fielen die Beschränkungen weniger streng aus als befürchtet. Was die Werberegeln betrifft, bleibt das Verbot von Product Placement erhalten. Der Regulator versprach aber die Sperre im Verlauf dieses Jahres nochmals zu überprüfen.
Ofcom fordert die Sender auf alles zu tun, um die unter 18-Jährigen zu schützen. Der neue Regelungskatalog sieht vor, dass potenziell anstößige Programme von den Sendern gerechtfertigt werden müssen. Sendezeit und Anzahl der Zuschauer müssen ebenfalls gemeldet werden. Zusätzlich muss vor der Sendung ein Hinweis die Zuseher vor dem jugendgefährdenden Inhalt warnen.
"Die neuen Regeln sind klar und einfach und schaffen unnötiges Eingreifen ab", sagte Ofcom-Chef Stephen Carter. Die neuen Massstäbe schützen die unter 18-Jährigen und garantieren den Sendern das Maximum an Meinungsfreiheit, die mit dem Gesetz in Einklang steht, heisst es im Media Guardian.