Die SRG weist einen Verlust von 80 Millionen Franken aus und muss deshalb massiv sparen. Doch Recherchen der "Mittelland Zeitung" haben ergeben, dass die SRG-Bosse den Gürtel nicht enger schnallen müssen. Im Gegenteil: Wie aus dem Geschäftsbericht hervor geht, hat sich Generaldirektor Armin Walpen im vergangenen Jahr seine Leistungen mit 549'000 Franken vergüten lassen. Das sind 9000 Franken mehr als im Vorjahr. Gegenüber 2006 beträgt der Lohnzuwachs sogar 15'000 Franken.
Auch die übrigen neun Mitglieder der SRG-Geschäftleitung Walpens Stellvertreter Daniel Eckmann, Finanzchef Daniel Jorio sowie die sieben Direktoren der Unternehmenseinheiten (SF, SR DRS etc.) wurden 2008 mit insgesamt 3,363 Millionen Franken entschädigt. Gegenüber 2007 stieg die Lohnsumme demnach um rund 200 000 Franken.
Auch die Honorare, Leistungsanteile und Nebenleistungen für die acht Mitglieder des Verwaltungsrates der SRG (nationale und regionale Mandate konsolidiert) sind leicht gestiegen. 2008 kassierte die Oberleitung der Gesellschaft 514 000 Franken ein. 2007 waren es noch 496 000 Franken. Einzig Verwaltungsratspräsdent Jean-Bernard mit 147 000 Franken (135 000 Franken Honorar, 12 000 Franken Nebenleistungen) genau gleich viel wie im Vorjahr.