In der Schweiz können in Zukunft deutlich mehr Radio- und Fernsehprogramme verbreitet werden als bisher. An der Regionalen Funkkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in Genf erhielt die Schweizer Delegation neue Frequenzen zugeteilt.
Insgesamt erhalte die Schweiz im neuen Frequenzplan der ITU, der die Einführung des digitalen Rundfunks ermöglicht, 14 vollständige nationale Bedeckungen, teilte das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) am Dienstag mit: je sieben für das Fernsehen und das Radio.
Eine solche Bedeckung besteht aus einer Anzahl Frequenzen, die es ermöglichen, das ganze Land mit einem Programm zu versorgen, wie Philippe Horisberger, Sektionschef Frequenzplanung beim BAKOM, auf Anfrage sagte. Mit einer Bedeckung für das digitale Fernsehen etwa könnten mindestens vier Fernsehprogramme verbreitet werden.
Damit konnte die Schweiz die Zahl der potenziell übertragbaren Programme deutlich steigern. Im alten Frequenzplan verfügte sie nämlich lediglich über vier vollständige nationale Bedeckungen für das analoge Fernsehen.
Laut BAKOM werden analoge und digitale Rundfunksysteme eine Zeit lang nebeneinander bestehen müssen. Während dieser Übergangsphase werde im neuen Abkommen die analoge Verbreitung privilegiert.